
Mosbach. Die Diakonie-Klinik Mosbach hat sich an der landesweiten Aktion „Kein Geld. Keine Versorgung“ baden-württembergischer Krankenhäuser beteiligt. Um die Mittagszeit wurde der Haupteingang zum Klinik-Gebäude am Standort Mosbach für zwei Stunden symbolisch verschlossen, um gegen drohende Budget-Kürzungen zu protestieren. Besucherinnen und Besucher wurden zu einem Nebeneingang gebeten. Die Diakonie-Klinik mit Standorten in Mosbach und Tauberbischofsheim gehört zur Johannes-Diakonie und umfasst neben einer Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie auch eine Neuropsychiatrie, eine Belegstation sowie ein Therapeutikum.
„Wir setzen heute ein Zeichen gegen eine verfehlte Sparpolitik und machen deutlich, was passiert, wenn medizinische Hilfe nicht mehr so leicht erreichbar ist“, erklärte der Leiter des Zentrums für Medizin, Therapie und Pflege in der Johannes-Diakonie, Alexander Straus. Rund 40 Mitarbeitende hatten sich zum gemeinsamen Protest versammelt, darunter auch Johannes-Diakonie-Vorstand Dr. Martin Holler. „Wir wollen für die Menschen, die zu uns kommen, die bestmögliche Versorgung bieten“, sagte Holler. „Wenn dieses Ziel gefährdet ist, müssen wir etwas dagegen tun.“
Angestoßen hatte die Aktion die Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft (BWKG). Insgesamt machten alleine in Baden-Württemberg rund 130 Kliniken beim Protesttag mit, ebenso Krankenhäuser in anderen Bundesländern. Die BWKG appelliert an die Politik, das Gesetzgebungsverfahren zum Beitragssatzstabilisierungsgesetz noch einmal sorgfältig zu überarbeiten und die vorgeschlagenen Maßnahmen zu berücksichtigen.

