... eine Klinik mitten im Leben und nahe am Menschen

Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie

In der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie in Mosbach behandeln wir junge Menschen mit psychischen und psychosomatischen Krankheiten. Das Team der Psychiatrischen Institutsambulanz für Kinder und Jugendliche versorgt junge Patienten und Patientinnen intensiv, ambulant und gemeindenah. Für Notfälle sind wir jederzeit über die Zentrale erreichbar.

Das Fachgebiet unserer Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (KJPP) umfasst die Prävention, Diagnostik, Therapie und Rehabilitation von psychischen und psychosomatischen Krankheiten bei Kindern und Jugendlichen. Die Behandlung kann ambulant, in der Tagesklinik oder stationär stattfinden.

Neben dem vollstationären Aufenthalt gibt es 20 Plätze in der Tagesklinik, zehn am Hauptstandort Mosbach und zehn am Standort Tauberbischofsheim. Die Institutsambulanz für Kinder und Jugendliche (KJPIA) versorgt junge Menschen, die über Fachärzte hinaus eine Versorgung ohne Klinikaufenthalt benötigen oder die aus der Klinik entlassen wurden.

Die KJPP leistet einen wesentlichen Beitrag zur Sicherstellung der Entfaltung und Entwicklung bei psychisch erkrankten Kindern und Jugendlichen. Im Mittelpunkt der diagnostischen, therapeutischen, präventiven und rehabilitativen Arbeit stehen die psychisch erkrankten Kinder und Jugendlichen mit ihren Familien und Personen des jeweiligen Lebensumfelds.

Im Rahmen der Regelversorgung werden die Landkreise Neckar-Odenwald und Main-Tauber betreut. Das Einzugsgebiet erstreckt sich auch überregional. Die KJPP ist für Notfälle über die Zentrale jederzeit erreichbar.

Über uns

Stationen

Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie verfügt über 27 Betten auf drei Stationen. Station 2 behandelt Kinder und Jugendliche im offenen Kontext. Station 6 nimmt junge Menschen mit Eigen- bzw. Fremdgefährdung in geschlossenem Rahmen auf. Station 5 behandelt Kinder und Jugendliche mit Intelligenzminderung und psychischen Störungen.

Tagesklinik

Die Tagesklinik ist ein teilstationäres Angebot mit zehn Plätzen in Mosbach und zehn Plätzen in Tauberbischofsheim, welches einen Versorgungsauftrag am Übergang zwischen ambulantem und stationärem Sektor erfüllt. Im Sinne eines "Tagwerks" können die Patienten und Patientinnen montags bis freitags unter Verbleib in ihren Herkunftsmilieus von einer intensiven fachlichen Behandlung und Betreuung profitieren.

Die Stationskonzeptionen bilden einen strukturierten und geschützten Rahmen im Alltag. Die Bezugspflege und eine feste Zuordnung zu einem Case-Manager (Arzt, Psychologe, Psychotherapeut) garantieren ein verlässliches und verbindliches Beziehungsangebot. Auf den Stationen, sowie inner- und außerhäuslich, steht zur Milieutherapie eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Verfügung.

Psychiatrische Institutsambulanz

Die Psychiatrische Institutsambulanz für Kinder und Jugendliche (KJPIA) ist auf die besonderen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen eingestellt, die von psychischer Erkrankung betroffen sind und einer intensiven, ambulanten, gemeindenahen Versorgung bedürfen.

Mit der Versorgung sollen Behandlungsabläufe optimiert, Krankenhausaufnahmen vermieden und stationäre Behandlungszeiten verkürzt werden, um jungen Menschen eine rasche soziale Integration in ihr gewohntes Umfeld zu ermöglichen.

Durch die Integration der ambulanten Leistungen in das weitere Spektrum der Klinik mit Stationen und Tagesklinik sind je nach Störungsbild und Intensität der Behandlungs- und Betreuungsnotwendigkeit Übergänge nahtlos möglich.

Diagnostik und Therapie

Die medizinische Diagnostik umfasst die psychiatrisch-psychopathologische Befundung unter Berücksichtigung entwicklungspsychologischer und psychodynamischer Prozesse, die somatisch-neurologische Untersuchung, Labor, EEG und EKG. Zur erweiterten Diagnostik zählen z. B. CT und MRT.

Die psychologische und fachtherapeutische Diagnostik beinhaltet Intelligenz- und andere Leistungstests, neuropsychologische, Entwicklungs- und Schultests, klinische und Persönlichkeitsfragebögen, störungsspezifische und projektive Tests sowie strukturierte Interviews.

Die pflegerisch-pädagogische Diagnostik umfasst die systematische Verhaltensbeobachtung sowie professionelle Pflegediagnostik und -planung.

Auf der Grundlage eines bio-psycho-sozialen Krankheitsmodells wird für jeden Patienten und seine Familie nach umfassender Aufklärung und Beratung ein praxisorientierter Therapieplan konzipiert, der Folgendes beinhalten kann:

Einzelfallbezogene Maßnahmen

  • Psychotherapie
  • medikamentöse Therapie
  • Bezugspflege
  • pädagogische Alltagsstrukturierung und Freizeitgestaltung
  • neuropsychologisches PC-Training
  • Entspannungsverfahren
  • soziales Kompetenztraining
  • störungsspezifische Trainings
  • Milieutherapie
  • Präventionsgruppen (z. B. Sucht, Aufklärung)
  • Maßnahmen im Therapeutikum (zum Beispiel: Heilpädagogik, Ergo-, Bewegungs-, Musiktherapie)

Familienbezogene Maßnahmen

  • Elternberatung, Elterntrainings, Video-Interaktionstherapie, Hospitationen
  • Familientherapie

Umfeldbezogene Maßnahmen

  • Beratung von Ämtern und Einrichtungen
  • Beratung von Kindergarten, Schule, u.a.
  • Belastungserprobungen im Herkunftsmilieu

Besuch der Klinik-Schule

Schulpflichtige Kinder und Jugendliche können an der Klinik-Schule der Diakonie-Klinik Mosbach unterrichtet werden. Der Unterricht ist schulart- und klassenübergreifend und findet in Kleingruppen statt. Er berücksichtigt die jeweilige Situation der Schüler und Schülerinnen, orientiert sich an ihrem Leistungsstand, der aktuellen Leistungsfähigkeit und dem Stoffplan der Heimatschule. Neben der Wissensvermittlung steht die Freude am Lernen im Vordergrund.

Weitere Leistungen

Wir engagieren uns in Lehre und Forschung. Die Weitergabe unseres Wissens und Erfahrungsschatzes wirkt in den zahlreichen qualifizierten Aus-, Fort- und Weiterbildungsangeboten für alle Berufsgruppen. Wir sind Kooperationspartner universitärer und  außeruniversitärer Bildungs- und Forschungseinrichtungen.

Die klinische Arbeit ist vernetzt mit zahlreichen externen Kooperationspartnern, zum Beispiel Frühförderzentren, niedergelassenen Kinder- und Hausärzten, Kinder- und Jugendpsychiatern, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, Kliniken, Jugendämtern und Einrichtungen. In Abstimmung mit den Sorgeberechtigen und mit deren Einverständnis bietet die KJPP fachliche Beratung für Jugendämter, Einrichtungen und Schulen an. Zum Klinikstandard gehört auch die Gutachten-Erstellung.